Se satt an´n Bache


Se satt an´n Bache un plücke Bläamen seck,
un bund´t se täa en Striüeß Vorgettmainnich.
I: Se satt an´n Bache, in plücke Bläamen seck,
un bund´t se täa nen Striüeß Vorgettmainnich. :I

Dä Mutter spruuk: „Main allerschönstet Kind,
dui waaßt ja nich, wie schön dä Bläamen sint,
I: doch recket dee an Schönhait lange nich,
an dain verborgenet Vorgettmainnich!“ :I

En junger Mann, dä sett seck täa ühr nieder,
lech saine Hand ganz sachte ümmet Mieder.
I: Ha lächelt zart – un lais´ ha täa ühr spreckt:
„Ach, härre eck dainen Striüeß Vorgettmainnich!“ :I

Ha lecht se daale, woll in den groinen Klöwer,
büurt ühr datt Röckchen ganz suttche, piano uwern Kopp glaik ruuwer.
I: An ühren Busen ruhe sain Gesicht,
un unnen da plante ha Vorgettmainnich! :I

Et was genau na sessendrittich Wochen,
da die´et lais an sainer Düüre pochen.
I: „ Main Herr, main Herr, vorgettet sai et nich,
haier bringe eck ühnen twaa lüttche Vorgettmainnich!“ :I

 

Platter Text: Otto Kummer, Platte Runne Grünenplan