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 Das Vergissmeinnicht


Sie saß am Bache und pflückte Blumen sich;
band sie zu einem Sträußlein Vergissmeinnicht.
Sie saß am Bache und pflückte Blumen sich;
band sie zu einem Sträußlein Vergissmeinnicht.

Die Mutter sprach: „Du allerschönstes Kind,
du weißt ja nicht, wie schön die Blumen sind.
Doch reichen sie an Schönheit lange nicht,
an deinen verborgenen Vergissmeinnicht.

Mein Herr, mein Herr ich kann sie nicht verstehn,
hab solche Blumen ja noch nie gesehn;
ich weis ja nur was meine Mutter spricht,
mein Kind gib acht auf dein Vergissmeinnicht.

Er leg sie nieder wohl in den grünen Klee,
hob ihr das Röckchen, so süttche - piano ganz leise in die Höh.
An ihrem Busen ruhte sein Gesicht
und unten da pflanzte er Vergissmeinnicht.

Es war genau nach sechsunddreißig Wochen,
da fing es leis´ an meiner Türe zu pochen:
Mein Herr, mein Herr, vergessen sie sich nicht,
hier bringe ich ihnen zwei kleine Vergissmeinnicht!

 

Volkslied: Herkunft unbekannt.