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Der Pfannenflicker


Ein Pfannenflicker aus der Stadt hat immer frohen Mut,
und wer sein Handwerk wohl versteht, der leidet keine Not.
Der Pfannenflicker zieht von Haus zu Haus,
und sucht sich was, was, was, zum Flicken aus.

Da kam er an ein großes Haus an die Türe klopft er an,
eine Mamsell schaut zum Fenster raus und öffnet ihm sodann.
Oh, Pfannenflicker, komm nur herein,
hier wird wohl was, was, was, zum Flicken sein.

Da zeigt sie im ein Pfännelein darinnen war ein Loch,
so nimm nur deinen Stöpsel fein und flicke mir das Loch.
Oh Pfannenflicker, nimm dich in acht,
das du das Loch, Loch, Loch, nicht größer machst.

Und als er damit fertig war die Pfanne war geflickt,
da hat sie ihm ein Talerstück wohl in die Hand gedrückt.
Der Pfannenflicker schwenkt seinen Hut,
ade, a-de Mamsell, der Flick war gut.

Schweitzer Volkslied aus dem 19. Jahrhundert

Gesungen in der Platten Runde, Grünenplan

 

 


 

Früher, so etwa bis Mitte des letzten Jahrhunderts, zogen verschiedene fahrende Handwerker (Scherenschleifer, Besenbinder, Pfannenpflicker, usw.) von Ort zu Ort, ließen sich am Ortsrand nieder und zogen dann laut schreiend von Haus zu Haus und boten ihre Ware oder ihren Dienst an. Wurden sie an der Haustür abgewiesen, kommentierten sie dies meistens mit einem entsprechenden Palaver. Manchmal kam es dann auch vor, dass sich gleich zwei Kesselflicker oder Pfannenflicker im Ort aufhielten. Wenn sich die Konkurrenten dann im Ort begegneten, war dies stets mit lautem Streit und Geschrei verbunden.
Hieraus entstand das Sprichwort: „Die streiten sich wie die Kesselflicker“.