Das Petticoatchen:

Das Petticoatchen


Als modernes Mägdelein
Trag´ ich Petticoatchen fein!
Alle Leute nach mir seh´n,
Wenn das Röckchen wippt so schön!
Ach, ich wäre lieber tot
ohne mein Petticoat!

Kommt einmal ein Windstoss an,
Kämpfe ich verzweifelt dann,
Das mein Retticoatchen nicht
Flattert an das Tageslicht!
Wer´ ich dann auch manchmal rot,
´s bleibt mein lieber Petticoat!

Oma, das ist keine Sucht,
Petticoats sind eine Wucht!
Wenn ich zweie, dreie hab´
Steht mein Kleidchen prima ab!
Petticoatchenkönigin
Bin ich dann mit stolzem Sinn!

Wie zur Biedermeierzeit
Freu´ ich mich als junge Maid,
Wenn mein Röckchen herrlich schwingt
und noch eins darunter blinkt!
Macht er mir auch manchmal Not,
Zwei zu eins für´n Petticoat!

Kommt es mal beim Tanze vor,
Dass mein Röckchen wippt empor,
Huch, was ist das für´n Gefühl,
Wenn die Leute seh´n so viel!
Doch dann schalte ich im Nu,
Petticoatchen, Vorhang zu!

Tief in meiner Mädchenbrust
Spür´ ich manchmal tolle Lust,
Wenn es raschelnd mich umschlingt,
Wogend um die Hüfte schwingt.
Was dann? Bremsen soll ich mich?
Ha, so fr´ade wirke ich!

Weiten Petticoatchen mir
Nicht mein magerstes Revier,
Packt mich Mädchenübermut,
Jagt mir Dynamit ins Blut!
Tripple wie auf Flügeln hin,
Rockgeschwellt, berauscht der Sinn.

Blicke folgen meiner Spur,
Heiss, nicht blosse nach oben nur!
Feurig strömt´s dann durch den Leib
Ja, so bin ich richtig Weib!
Nur in weiter Röcke Form
Glückt der höchste Reize Norm!

Petticoats beim Rock´n Roll,
Hei, das fezt und blitzt, jawohl!
Könnt´ in Jugensüberschwang
Tanzen so mein Leben lang!
Herrlich süsse Raserei,
Wärst Du nimmermehr vorbei!

Doch. Die Oma sagte nur:
Wölbung habe ich von Natur!
Röcke schwingen von allein
Weit um´s füllige Gebein!
Petticoatchen man erwählt,
Wenn´s an Eigenrundung fehlt!