Säcker Heimatlied


Wo die alten Eichen ragen übers Land
Wo im Tal ein Dörflein liegt am Waldesrand
Wo man von dem Schmachtfeld schaut ins Tal hinaus
Da ist meine Heimat, da bin ich zu Haus.

Wo die Finken schlagen und die Lerche singt
Wo am Holzberg der Kuckucksruf erklingt
Wo die Saccus`Baude steht verträumt allein
Da ist meine Heimat, da mag ich wohl sein.

Wo in den Grotten dann im Mondes`Silberschein
Und in Laubengängen find´n sich Pärchen ein
Wo der Flieder duftet und der Schwarzdorn blüht
Da ist meine Heimat, die hab ich so lieb.

Wo am Holzberge die Kapelle steht
Wovon zur Stund´ noch manche Sage geht
Einst grub um Mitternacht den goldnen Schatz man aus
Da ist meine Heimat, da bin ich zu Haus.

Wo nach langem Kriege einst das Dorf entstanden
Das von Köhlersleuten dann ist Sack genannt
Wo auch ich geboren und geh ein und aus
Da ist meine Heimat, da bin ich zu Haus.

Wo am Berg der Bauer manche Furche zieht
Wo im Sommer auch so rot der Esper blüht
Wo die fleiß´gen Bien´ von Blüt´ zu Blüte summt
Da ist meine Heimat, wohl auf stein´gem Grund.

Auf dem Solbrink wo man Kinder spielen sieht
Wo ein Krieger stille auf dem Denkmal kniet
Wo die Friedenseiche steht beim Gerätehaus
Da ist meine Heimat, da bin ich zu Haus.

Wo in der Mitte steht das schöne Brunnenhaus
Welches Wasser liefern kann für jedes Haus
Wo schon mancher Wand´rer dran Erquickung fand
Da ist meine Heimat, die wird Sack genannt.

Wo durchs Dörflein zieht der Linden süßer Duft
Wo vom Winkel her das Glöcklein traulich ruft
Wo um die Kirche liegen still die Gräberreih´n
da ist meine Heimat, möcht ich begraben sein.

 

Melodie: Wo die Nordseewellen

 

 


 

Das Säcker Heimatlied  wurde von mehreren Frauen (Frauenschaft) zum Dorfgemeinschaftsfest am 19.02.1939 gedichtet.