Hörsumer Heimatlied


1. Wo die schlanken Tannen ragen übers Land,
und im Tal ein Dörflein liegt am Waldesrand,
wo man von der Egge schaut ins Leinetal,
da ist meine Heimat, grüß dich tausendmal.

2. Wo die Finken schlagen in dem Buchenwald,
wo am Kratzeberg der Kuckucksruf erschallt,
wo am Eulenbrinke steht ein Maulbeerbaum,
da liegt meiner Jugend allerschönster Traum.

3. Ist der Frühling in das Land gezogen ein,
und der Reißel liegt im Mondessilberschein,
jung verliebte Pärchen gehen vertraut allein,
da ist meine Heimat, da möcht ich wohl sein.

4. An der Glashütt einst man einen Findling fand,
eine alte Sage ist uns wohl bekannt,
nach dem großen Kriege grub man ihn dann aus,
setzt als Ehrenmal ihn vor das Gotteshaus.

5. Auf der hohen Horst entspringt ein Brünnlein kalt,
wer dies Wasser trinket, der wird nimmer alt,
schon in alten Zeiten, spät zur Geisterstund,
schöpft man Osterwasser, dabei schweigt der Mund.

6. An der Staße, wo die schönen Ulmen stehn,
und im stillen Dorf die Lindenbäume blühn,
da ist meine Heimat, Hörsum nur allein,
da möcht ich nur leben und begraben sein.

 

Melodie: Wo die Nordseewellen schlagen an den Strand