Brunkenser Heimatlied

Zu Brunkensen unter´m Hohenstein,
am klaren Glenebach.
Zu Brunkensen da wir geboren
und uns die Heimat erkoren,
schirmt uns das väterliche Dach.

Hoch auf den steilen Bergeshöh´n,
der stolze Buchenwald.
Im Tal das Getriebe der Mühle,
von Spinnrad und Webegestühlen.
Das Korn, das woget und wallt.

Räuber Lippold in der Felsenschlucht
lebt lange schon nicht mehr.
Nur dunk´le Sagen verraten
das Räubers schauderhafte Taten.
Sein Weib schrie Hilfe und Weh.

Wir haben frohen Sinn und Mut
von Gott so reich beschert.
Wir gehen bergauf und bergunter
und sind dabei fröhlich und munter,
wenn nur kein Bösewicht uns kränkt.

Es gebe Gott der Siegesheld
uns Segen und Gedeih´n.
So wollen wir hieniden,
zu Brunkensen wohnen zufrieden,
der lieben Heimat uns freu´n.

Melodie: Schier dreißig Jahre bist du alt.
Gedichtet von dem Bauernsohn Rudolf Holze