Das Alfelder Lied


In dem schönen Leinetale,
das von Milch und Honig fließt,
wo die Warne in die Leine
raschen Laufes sich ergießt.
Am Beginn der Sieben Berge,
an dem hohen Himmelberge,
sei, o Heimat, uns gegrüßt.

Sieh den Strom durch’s Tal sich schlängeln
und der Wiesen frisches Grün.
Sieh die Rinder munter weiden
und die Gärten lieblich blühn.
Sieh der Hügel reiche Felder,
und der Berge dunkle Wälder,
hohe Buchen, stolz und kühn.

Sieh nun Alfeld schön im Tale,
Türme grau und Dächer rot
wie dort Handel und Gewerbe
emsig sorgen für das Brot.
Wo man eifrig so beflissen,
da lässt Sparen nicht vermissen
und gewahrt man keine Not.

Nur das Böse mutig scheuen,
fliehen auch dem Alkohol;
nur das Gute eifrig üben
wie der Christ es kann und soll.
Nur des Himmels reicher Segen,
zeitig Sonnenschein und Regen,
und uns ist in Alfeld wohl!

Robert Linnarz, von 1784 – 1895
Königlicher Musikdirektor am Lehrerseminar in Alfeld.
Vertonte u. a. “Das Alfelder Lied”.

Quelle: www.alt-alfeld.de