Sunneupgang in´n Hilse


Will man den Sunneuppgang sah´n,
denn mott man aans seck merken:
Man mott dett Morgens froih uppstah´n -
ett is wie in der Kerken.
I: Dä Lerlen, dä sint noch nich wach,
blaus in´n Grase murmelt all dä Bach
ganz laise den Morgenseejen.:I

Wenn upp den Hils man uub´m staht,
an´n Grauten Suhl, an´n Daibarch,
denn ist´t, as off datt Hart uppgaht,
an´n Danz- wie auk an´n Aidtbarch.
I: Ja, ett is, as wenn´n den laawen Gott,
doch von ganzen Harten danken mott
forr all saine Wunder upp iuser Welt, :I

Wie wunderschön is düsse Welt,
säa froih an´n jungen Morjen.
Dä Hergott hätt se hennestellt
un hölt ösch frai von Sorjen.
I: Wenn noch glitzert an den Halmen Tau,
un säa langsam weert dä Himmel blau,
ganz andächtich sint doch da dä Sinne. :I

Melodie: Wer recht in Freuden wandern will
Text: Otto Kummer