Schön ist so ein Karneval


Karneval, Karneval,
Kinder, heut´ geht’s rund im Saal,
heut´ ist alles ganz egal, hoch das kühle Nass.
Wer´s versteht und sich dreht,
bis der Kummer flöten geht,
und nicht lange überlegt, hat vom Leben was.
Das war immer so der Brauch und so muss es sein,
und so halten´s wir es auch, wie am schönen Rhein.

Refrain:
Schön ist so ein Karneval,
auch hier bei uns im Wispetal.
Wenn man mal die Zeit vergisst
und alles durcheinander küsst.
Wo man lacht und fröhlich singt,
auch mal einen drüber trinkt,
hat man noch den alten Schwung
und das Herz bleibt ewig jung.

So ein Glas, frisch vom Fass,
das bringt Laune und macht Spaß,
hat man so das richt´ge Maß, wankt der ganze Saal.
Man vergisst, wenn man küsst,
wer man sonst im Leben ist,
was man für´ne Fahne grüßt, ist dabei egal.
Wenn die 8, die 7 zwar zahlenmäßig schlägt,
stets entscheidend, das ist klar, bleibt die Qualität.

Wer mit Sang und mit Klang
frohgelaunt nach Hause schwankt,
sagt am Ende „Gott sei Dank“, das war wieder schön.
Schimpft zu Hause seine Maus,
macht er sich nicht viel daraus,
kaum macht er die Lampe aus, fängt sich´s an zu dreh´n.
Und er träumt vom Riesenrad, von der Achterbahn,
dann sucht er, total schachmatt, nach dem Wasserhahn.



Schunkellied

1. Dort gleich am Wispe-Strand   
steht ein Fachwerkhaus.           
Durst´ge Sänger tranken hier           
manches Fässchen aus.           

2. Auch die holde Sängerschaft
geht hier ein und aus,
und ´ne Tasse Klipps-Kaffee
löst schon Stimmung aus.

3. Hohe, stimmungsreiche Zeit       
ist der Karneval,                   
herrlich diese Medizin,           
die uns jünger macht.               

4. Fröhlich- und Geselligkeit
steht auf dem Papier.
Hochburg – Du Konkordia,
niemand lässt von Dir.

Refrain:
Komm her, mein Schatz, und zier dich nicht,
heut´ ist ja Karneval.
Heut´ wird gelacht und wird geküsst
bis in den frühen Tag.
Prinz Karneval regiert die Welt,
Kummer hat heut´ keinen Platz,
und sind wir erst beim dritten Glas,
dann haben wir es geschafft.


So kann´s alle Tage geh´n

Fließt die Wispe nicht zum Rheine, wächst im Hils kein Rebenstock,
deshalb trinkt man zünft´ge Weine, grad´ so gern wie´n Doppelbock.
Hat man dann so das richt´ge Quentchen, dass macht uns wenig, fast gar nichts aus.
Frohgelaunt singt man noch ein paar Ständchen und zieht vergnügt nach Haus.

Wir in unser´m langen Tal wissen wohl was Frohsinn heißt.
Das beweist sich alle male, wenn der Film bei´m August reißt.
So leicht kriegt uns hier keiner unter, wenn auch mitunter der Schädel dröhnt,
geht es drüber oder drunter, den Spaß sind wir gewöhnt.

Hier in diesem schönen Tale, wo die Wispe heimlich braust,
wo zum ungezählten Male noch ein Bierverkäufer haust.
Man sitzt grad´ wie in einer Zange, die unserm Durst keine Ruhe lässt,
und dann dauert es gar nicht mehr lange, da sitzt man wieder fest.

Refrain:
So kann´s alle Tage
ohne Frage weiter geh´n.
Erst trinken wir noch eine Lage,
und dann kann man weiter seh´n.
Komm, mein Mädel, und sei mir gut, eh´ die Jugend verweht.
Lass dich küssen, denn das musst du wissen,
die Zeit vergeht.


Karnevalslieder aus den 50er Jahren

Melodien: unbekannt