Hymne:

 

Horch, ein wunderbares Singen
Leise wehet an mein Ohr,
Tieferschauernd hör´ ich´s klingen
Wie von fernem Geisterchor:
Heilig ist diese Flur
In der Wispe weitem Tal,
0 Delligsen, der Welten Uhr
Schlug dir nun elfhundertmal!

Ungezählt die Geisterschar,
Füllend heute dies Gefild, dies Gefild.
Ihr Leben malend ein bewegtes Bild!
Der Mann des Pflug´s,
Der Mann der Hütte,
durch uns´re Mitte,
In Stollen klingt ein Grollen!

Still, vom Röhnberg kommt ein Glüh´n
Überirdischer gold´ner Schein,
Ziehet von des Steinbergs Höhn
Sanft gar sanft ins Tal hinein,
Rufend ins Gefilde:
O Delligsen, dein lieblich Tal
Und der Wispe freundlich Bilde
Sah´n den Lenz elfhundertmal!

Wir, die heut´ den Odem haben,
Schau´n mit Ehrfurcht nun zurück,
Mit des Sanges schönsten Gaben
Ehr´n wir froh den Augenblick.
Mögen Nebelschleier grauen,
Raubend uns die Sicht,

 

Text: Günter Kirchner

Musik: Paul Pachaly

 

 


 


Zur Entstehung: Siehe "Sängergruß"