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Am Wispebach:

 

Ich geh´ auf stillen Wegen am Wispebach dahin,

dem jungen Tag entgegen mit frohem, leichten Sinn.

In Wiese, Wald und Feld der Frühling Einzug hält.

Die Vögel jubilieren und rings die Blumen blühn,

die Vögel jubilie-ren und rings die Blumen blühn.

Valerie, valera, vallerie, vallera, varalleraleral.

Valerie, valera, vallerie, vallera, rara.

 

Am Steinberg, fern vom Treiben da draußen in der Welt,

da möcht ich immer bleiben, weil mir‘s gar wohl gefällt.

Im Sommerdunste liegt der Röhnberg vor dem Hils.

Der Landmann fleißig pflüget, der Werkmann Eisen gießt.

Der Landmann fleißig pflüget, der Werkmann Eisen gießt.

 

Der Menschen hassen, neiden, daß soviel Glück zerbricht,

kennt auf des Birkholz Heiden den stillen Frieden nicht.

Durch Heidekraut und Ried der Herbst die Fäden zieht.

Im ,,Fier“ die Hirsche schreien, der Fuchs vorüberschnürt.

Im ,,Fier“ die Hirsche schreien, der Fuchs vorüberschnürt.

 

Und naht des Winters Wetter mit Kälte, Eis und Schnee,

so nehm ich meine Bretter und fahr auf Bergeshöh.

Kreuzschnabels Hochzeitslied erquickt mir das Gemüt

im Spielbergs Fichtenwalde. Die Welt im Frieden liegt.

Im Spielbergs Fichtenwalde. Die Welt im Frieden liegt.

 

Und wenn ich einmal scheide von hier und weiterzieh,

werd fern ich auch von Delligsen, es doch vergessen nie,

wie Wiese, Wald und Feld der Hils umfangen hält,

die Wispe leise rauschet, ein fleißig Volk dort haust.

Die Wispe leise rauschet, ein fleißig Volk dort haust.

 

Nach einer Volksweise von Rudolf Unger